Mittwoch, 7. März 2012
Interviews before Execution
Wer beim Lesen der Überschrift geschockt ist oder sich gar wundert, der tut dies zurecht. Als ich diesen Bericht im Internet gelesen habe, der das Format des chinesischen Saatsfernsehens beschreibt, war ich mehr als geschockt. Tiefer kann man als Staat in Bezug auf die Verletzung der Menschenwürde wohl auch nicht mehr sinken.
Doch worum geht es in dieser Sendung. Ich erkläre es kurz. Die Moderatorin interviewt kurz vor dem Tod Menschen, die zum Tode verurteilt wurden, wie der Titel bereits andeutet. Über kommunikative Tricks beginnt sie meist mit harmlose Fragen und geht immer mehr und immer geschickter auf die Tat ein und versucht den Menschen vor sich jegliche Details zu entlocken. Danach wird so auf den Betroffenen eingeredet, dass er sich vor laufenden Kameras bei seiner Familie und der Familie des Opfers entschuldigt. Tja, so schafft man Quoten.
Eigentlich sollte dieses Format dazu gedacht sein Menschen abzuschrecken, Verbrechen zu begehen. Doch mich schreckt es ab wie geschmacklos Fernsehen sein kann und wir dachten schon, dass einige US-Formate schon sehr geschmacklos sind. Doch hiermit muss ich eindeutig sagen, sorry USA, but the Oscar goes to China, für menschenunwürdiges, ekelhaftes und verabscheuungswürdiges Fernsehen. Also China ein echtes No-Go!!!!
Also liebe Blogger, da müssen wir doch einsehen, dass wir hier in Deutschland wirklich das kleinere Übel mit Klum und Bohlen haben und dass wir noch froh sein können, nicht die unterste Grenze in der Geschmacklosigkeit des TV-Dschungels erreicht zu haben.

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